Endlosfesch – Einzelhandel
endlosfesch.at
Endlos Fesch stand für das Konzept einer Fashion Library in Wien und verband Mode mit nachhaltigem Konsum durch Leihen statt Kaufen. Gegründet von Mag. Karin Kuranda und Jessica Neumann setzte das Projekt bei einem zentralen Problem der Modebranche an: Kleidung wird häufig nur wenige Male getragen…
Endlos Fesch stand für das Konzept einer Fashion Library in Wien und verband Mode mit nachhaltigem Konsum durch Leihen statt Kaufen.
Gegründet von Mag. Karin Kuranda und Jessica Neumann setzte das Projekt bei einem zentralen Problem der Modebranche an: Kleidung wird häufig nur wenige Male getragen und danach kaum genutzt oder entsorgt. Endlos Fesch etablierte dafür ein Leihmodell, bei dem hochwertige Designerstücke für einen begrenzten Zeitraum genutzt werden konnten. So blieb die Freude an Abwechslung erhalten, während Ressourcen geschont und unnötiger Neukauf reduziert werden sollte.
Im Mittelpunkt stand eine kuratierte Auswahl an Mode, die von eleganten Ballkleidern über Streetwear bis hin zu Businessmode reichte. Das Angebot zielte darauf ab, hochwertige Stücke flexibel verfügbar zu machen und den Gedanken der Sharing Economy in der Mode praktisch umzusetzen. Ergänzend wurde eine laufende Erweiterung des Sortiments beschrieben, ebenso wie eine integrierte Reinigung als Teil des Nutzungskonzepts.
Ein weiterer Schwerpunkt war die Stärkung der lokalen Modeindustrie und die Zusammenarbeit mit nachhaltigen DesignerInnen. Damit verband Endlos Fesch die Idee des Teilens mit dem Anspruch, faire Produktionsweisen sichtbar zu machen und Alternativen zur Fast Fashion aufzuzeigen. Die Initiative richtete sich besonders an Frauen, die stilbewusst auftreten möchten und dabei Wert auf Umweltbewusstsein und verantwortungsvollen Konsum legen.
Inhaltlich wurde das Projekt auch als Aufklärungs- und Impulsgeber verstanden: Aktionen wie „Fashion Fact Friday“ sollten über Auswirkungen der Textilindustrie informieren und zum Umdenken motivieren. Mag. Karin Kuranda trat zudem als Social Entrepreneur auf und stellte das Modell im Rahmen der Green Business Conference als konkreten Ansatz für Kreislaufwirtschaft in der Textilbranche vor.
Auch wenn Endlos Fesch heute nicht mehr besteht, bleibt das Konzept als Beispiel für nachhaltige Mode und geteilte Nutzung relevant. Weitere Informationen zum Hintergrund und zur Vision sind unter https://www.endlosfesch.at zusammengefasst, mit Fokus auf den Ansatz, Modebewusstsein und Nachhaltigkeit miteinander zu verbinden und die Idee „Leihen statt Besitzen“ in der Praxis zu verankern. 2022 wurde die hinter Endlos Fesch stehende KARISSIMA GmbH offiziell liquidiert, wodurch das Projekt seinen Abschluss fand, während die Grundidee als Inspiration für ähnliche Initiativen weiterwirkt.