Carlos Watzka – Bildung

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Carlos Watzka ist Soziologe und Sozialhistoriker mit Schwerpunkten in Gesundheits- und Emotionssoziologie, Suizidforschung sowie Medizin- und Gesundheitsgeschichte. Sein wissenschaftlicher Werdegang umfasst ein Doktoratsstudium der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften in Graz mit einer…

Carlos Watzka ist Soziologe und Sozialhistoriker mit Schwerpunkten in Gesundheits- und Emotionssoziologie, Suizidforschung sowie Medizin- und Gesundheitsgeschichte.

Sein wissenschaftlicher Werdegang umfasst ein Doktoratsstudium der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften in Graz mit einer Dissertation zur Sozial- und Kulturgeschichte des psychischen Krankseins in der Frühen Neuzeit sowie die Habilitation im Fach Soziologie mit einer Arbeit zu Sozialstruktur und Suizid in Österreich. Beruflich war er unter anderem in Forschungszusammenhängen zu Wien und Zentraleuropa um 1900 tätig, leitete FWF-geförderte Projekte zu karitativen religiösen Orden im frühneuzeitlichen Mitteleuropa und übernahm eine Professurvertretung für Soziologie und empirische Sozialforschung an der Universität Eichstätt-Ingolstadt. Ergänzend sind Stationen als Stipendiat an einem historischen Institut in Rom, die Mitwirkung an einem Projekt zu Infektionskrankheiten und Public Health in Südosteuropa sowie eine Forschungsförderung im Bereich Medizingeschichte in Stuttgart dokumentiert.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Verbindung von soziologischer Forschung mit Fragen der Versorgung und Organisation im Bereich Mental Health. Dazu passt die Tätigkeit als selbständiger Sozialwissenschafter mit einer Studie zu Suiziden in der Steiermark im Auftrag der Steiermärkischen Landesregierung sowie die Mitgliedschaft im wissenschaftlichen Beirat zur Umsetzung des Suizidpräventionsplans SUPRA beim Bundesministerium für Gesundheit. Seit 2020 ist er als Assoziierter Professor an der Fakultät für Psychotherapiewissenschaft der Sigmund Freud Privatuniversität tätig.

Watzka leitet außerdem das außeruniversitäre Forschungsinstitut Trinum – Institut für biopsychosoziale Humanforschung mit Sitz in Markt Hartmannsdorf. Seine Arbeit bewegt sich damit an der Schnittstelle von historischer Soziologie, Gesundheitsforschung, Organisations- und Professionssoziologie sowie sozial- und mentalitätsgeschichtlichen Perspektiven. Das Profil ist besonders relevant für Personen, die sich für empirische Sozialforschung, die Geschichte von Medizin und Gesundheit sowie für gesellschaftliche und institutionelle Rahmenbedingungen von Prävention und Versorgung interessieren.

Auszeichnungen wie der Alpen-Adria-Wissenschaftspreis, der Erzherzog Johann-Forschungspreis des Landes Steiermark, ein Preis für Geschichte der Medizin sowie die Nennung als Wissenschaftsbuch des Jahres für das Werk Dämonen unterstreichen die wissenschaftliche Sichtbarkeit. Ergänzend sind Funktionen und Mitgliedschaften in Fachvereinigungen, darunter der Verein für Sozialgeschichte der Medizin, sowie eine ORCID-Kennung aufgeführt. Weitere Angaben zum Profil, zu Publikationen und thematischen Verweisen sind unter https://www.carlos-watzka.at gebündelt.